Postpalast
Dass das Tragwerk der Halle, anders als im Untergeschoss, nicht gezeigt wird, verleiht dem Raum seinen schwebenden Charakter. Wie es die Last der Kuppel aufnimmt, bleibt unausgesprochen; dass es scheinbar so mühelos mit dieser Bürde fertig wird, lässt umgekehrt die Kuppel als gewichtslos erscheinen. Die Arbeit der Konstruktion wird .. so wenig gezeigt wie die Arbeit der im Keller versteckten Paketturbine. Was dagegen zählt, ist die unverstellte Weite der weißen Halle. Denn aus dem verglasten Kegelstumpf ergießt sich die Fülle des Tageslichts, überwältigend, ja fast sakral, jede nüchterne Zweckerfüllung hinter sich lassend. Ein Pantheon für Postpakete.

Der Postpalast in München ist ein tolles Bauwerk; kann ich mir gut als Raum für eine eigene Veranstaltung vorstellen. Und mit “späte Zwanziger” (1924-1927) lag ich gar nicht so falsch.
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