In der Alten Heimat nachts herumstrolchen. Durch den Wald wo wir früher Lagerfeuer machten um die Glasbockwürste aus den elterlichen Vorratsregalen zu rösten, ein riesiges Erdloch buddelten, als Kinder Verstecken spielten und einmal den Funktechniker in seinem Trabant trafen. Wo die früher schulterhohen Sträucher jetzt Bäume sind. Zuvor mit ein paar Halbsebnitzern geklönt und festgestellt, dass mich früher Bekannte gar nicht erkannten. So weit ist das auch gar nicht vom einen Ende des Städtchens zum anderen – 20 Minuten Fußweg geschätzt und 21 gebraucht.
Hin, das Leben einladen und wieder weg.
Damals haben wir solche Autos in drei Stunden kürzer vollgeladen.
Der Immobilienhai mit der Weltkugel auf dem Schreibtisch, die Reaktion der Frau bei 28:22 und immer wieder drei Themen: Arbeit, Alkohol, Wohnung. Rostock ganz unten (NDR, 1993)
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Sogenannte Neuste Geschichte gerät ja immer ziemlich schnell ins Abseits der Vergessenheit zwischen weiteren brandaktuellen Nachrichten.
Gerade lief im Bildungskanal meiner Wahl die Dokumentation Srebrenica – Opfer klagen an zum Massaker von Srebrenica. Besonders interessant und erschreckend finde ich die angesprochene Tatsache, dass die Vereinten Nationen zwar als die Hüter der Menschenrechte gelten, selbst aber für die Verletzung dieser nicht zur Verantwortung gezogen werden können [1,2].
[1] “Damals erklärten die Richter, die Weltorganisation genieße laut der UN-Charta Immunität auch in Fällen von Völkermord.” [2] “In seinem Urteil am 10. Juli 2008 billigte das Gericht den Vereinten Nationen jedoch Immunität zu.”